Roger Lille

Remake

Eine neue Liebe ist wie ein neues Leben, heißt es. Was aber, wenn die alte Liebe nicht alt genug ist? Wenn sie trotz der neuen Liebe präsent bleibt? Und was, wenn die alte Liebe auf einmal wieder vor einem steht, als wäre sie nie vergangen? Roger Lille hat ein kleines Stück über eine große Liebe geschrieben, die lange vorbei ist, auf einmal aber wieder präsent wird: Als der Mann von früher nämlich bei der Frau von heute auftaucht.

"Man denkt ganz kurz an Jon Fosses 'Traum im Herbst', wie sich die beiden Figuren in gebrochenem Zeilenfall und einer Art konzentrierter Abwesenheit verbal umkreisen und doch nie zueinander kommen. Dieses erste Abtasten gehört zu den schönsten Momenten: Sie sind manchmal fahrig, diese kleinen Gesten der Beklemmung, die Worte angespannt, in den vielen Pausen der Verlegenheit liegen tausend Möglichkeiten. Was wäre, wenn? Regisseurin Monika Neun baut eine subtile erotische Spannung zwischen den beiden Figuren auf. [Er] bleibt seiner ehemaligen Freundin stets lächelnd, selbstbewusst, neugierig und offen zugewandt, ihm rückt nichts zu nahe, alles bleibt unverbindlich [...]. Bei ihr spürt man ein Unbehagen, diese Figur, zart, agil, nervös, scheint von einer inneren Unruhe angetrieben. Als ob Erfolg und Unabhängigkeit doch nicht alles wären." (Neue Zürcher Zeitung, 28.11.03)

Schauspiel – 1D 1H    frei zur DE
AufführungsgeschichteUA: 06.03.03; raum33, CH-Basel (Auftragsarbeit); R: M. Neun
TSV-ID1227

Ein Ansichtsexemplar können Sie über theatertexte.de anfordern. Oder Sie nutzen unser .