Stephen Poliakoff

Strawberry Fields

In der Form des Road-Movies thematisiert "Strawberry Fields" den Zusammenhang zwischen gesellschaftlicher Entwurzelung und zielloser Gewalt. Das gegen die Gesellschaft protestierende Individuum kann seinen abstrakten Gegner nicht fassen: Die Gewalt bleibt unkonkret – und darin liegt die Gefahr der Manipulierbarkeit und Verführbarkeit. Poliakoffs Stück ist ein Appell, faschistische Tendenzen ernst zu nehmen und nicht zum "Biedermann" zu werden.

"Eine Reise in die rechte Gewalt. Stephen Poliakoffs Stück 'Strawberry Fields' könnte ein netter kleiner Roadmovie sein. Doch es ist nicht die Straße, die die Protagonisten vorantreibt, es ist ihr politischer Wille, wie unsinnig er auch sein mag. […] 'Strawberry Fields' zeigt keine Auswege. Das ist gut so. Folglich kann das Stück aber auch kein Ende haben. Charlotte und Kevin fliehen in die Berge. Wie diese Flucht ausgeht, bleibt offen. Auch die rechte Gewalt will ja kein Ende nehmen." (Westfälische Rundschau, 03.09.01)

"Das Stück sucht die rechte Gewalt nicht bei auffällig grölenden Glatzen, sondern schaut hinter die Fassade der unauffälligen Akteure." (Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 03.09.01)

Jugend, Schauspiel – 3D 4H
ab 14 Jahren
ÜbersetzungSchröder, Wolf-Christian
OriginalspracheEnglisch
Zusatzinformation1985, Fernsehverfilmung unter dem Titel „Die doppelte Welt“, ZDF; R: K. Kühn
Auszeichnung: 1976, Evening Standard’s Most Promising Playwright Award für Stephen Poliakoff
Besetzungshinweis3 D, 4 H oder 2 D, 3–4 H
AufführungsgeschichteUA: 31.03.77, National Theatre in the Cottesloe, GB-London; R: M. Apted
DSE: 03.03.82, Städtische Bühnen, Nürnberg
TSV-ID1057

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