Sonia Ristic

Sniper Safari

(Holiday Inn, nuits d’accalmie)

Beirut 1975. Sarajevo 1995.
Über diese zwanzig Jahre spannt Sonia Ristic einen Bogen vom Beginn des libanesischen Bürgerkriegs bis zur Belagerung von Sarajevo. Zusammengehalten wird dieser sehr subjektive Geschichtszugriff durch die Figur der Schweizer Kriegsfotografin Anna, die in ihrem Hotelzimmer in Sarajevo auf ein unglaubliches Detail in der Biographie ihres Vaters stößt.
Ristic benutzt die Identitätssuche der Tochter für eine eindrucksvolle Reflexion über den immergleichen Umgang von Medien und Politik mit dem Phänomen Krieg.
„Sniper Safari“ zeichnet auf bemerkenswerte Art und Weise Momentaufnahmen aus dem Leben von sechs Menschen innerhalb der Unüberschaubarkeit zweier Kriege. Vergangenheit und Gegenwart verwischen, Schicksale und Lebensläufe werden miteinander verwoben und Realitäten erschaffen.
In bildhafter Sprache erzählt Sonia Ristic von Bürgerkrieg, Migrationsbewegung, Fremdenhass sowie dem Verlust und manchmal auch Wiederfinden der eigenen Wurzeln.

Schauspiel – 3D 3H    frei zur UA
ÜbersetzungWeigand, Frank
AufführungsgeschichteSzenische Lesung: 22.02.14, Maxim Gorki Theater, Berlin, im Rahmen der Buchvorstellung Scène 16, Einrichtung: L.-C. Rabih
ZusatzinformationDeutsche Übersetzung mit freundlicher Unterstützung der Association Beaumarchais-SACD.
OriginalspracheFranzösisch
PublikationRabih, Leyla-Claire/ Weigand, Frank (Hrsg.): Scène 16. Neue französische Theaterstücke, Theater der Zeit, Berlin, 2013
TSV-ID1438

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